Zwerg-Cochin der rollende Federball

Auf dieser Seiten finden Sie die Musterbeschreibung mit aktuellen Beschreibung der Farbenschläge, sowie über die Historie unserer Zwerg-Cochin.
Berichte über die Tierbesprechnungen auf unseren Sommertagungen und Hauptsonderschauen, das Zwerg-Cochin 1&1 mit vielen Anregungen für eine erfolgreiche Zucht unserer Federbälle.



Musterbeschreibung Zwerg-Cochin

Herkunft

China, 1886 in Deutschland eingeführt

Gesamteindruck

Massiges, tiefgestelltes Hühnchen mit breitem, gedrungenem, vorn tief getragenem Körper. Sehr volle, weiche, flaumreiche Befiederung, die alle Formen abrundet (Federball)

Rassemerkmale Hahn

Rumpf: sehr breit und voll erscheinend, nach vorm geneigter Körper, tiefgestellt

Hals: kurz, mit vollem, breitem, weichem Behang, der auf Schultern und Rücken fällt.

Rücken: breit, kurz, zur Kruppe ansteigend

Schultern: breit, nicht hervortretend

Flügel: klein, aber breit, fest anliegend, im Flaumgefieder eingebettet

Sattel: stark entwickelter Behang

Schwanz: aus weichen Federn bestehende, gut geschlossene Kruppe, die kurz, breit und voll befiedert sowie stark gewölbt und allseitig gerundet ist.

Brust: breit, voll,  tief getragen

Bauch: voll, weich, reich befiedert

Kopf: verhältnismäßig klein

Gesicht: glatt, über den Augen mit feinen Federchen besetzt

Kamm: einfach, klein, aufrecht, gleichmäßig gezackt

Kehllappen: gut gerundet, dünn im Gewebe

Ohrlappen: rot

Augen: rot, orange gestattet, bei Schwarz und Birkenfarbig auch rotbraun gestattet

Schnabel: kräftig, kurz, farblich in Anlehnung an die jeweilige Lauffarbe

Schenkel: kräftig, kurz, reich befiedert, starke Kissenbildung, gut entwickelte Stulpen aus weichen Federn bestehend

Läufe: kurz, stark befiedert

Zehen: vier, mittellang, Mittel- und Außenzehe stark befiedert

Rassemerkmale Henne

Gesamterscheinung massiger als der Hahn wegen ihrer tieferen, nach vorn geneigten Haltung und des lockeren Gefieders. Sattelkissen sehr voll, gewölbt und als Kruppe zum höchsten Punkt über der Schwanzmitte ansteigen. Kopf, Kamm und Kehllappen zierlicher als beim Hahn.

Gefiederstrukturen

Glatt: Gefieder weich und voll mit üppiger Flaumbildung

Gelockt: Die Federn des Deckgefieders bilden gut aufgerollte Locken (mindestens eine halbe Drehung). Die zum Kopf hin aufgerichteten Federn des Halsbehanges bilden eine Halskrause. Alle Federn mit breiten Fahnen. Nur in Schwingen und Schwanz weniger geschlossene Federn als bei den Glatten.

Grobe Fehler

Schmaler oder langer Körper, hohe Stellung, aufgerichtete Haltung, zu flache, spitze oder offene Kruppe (zu wenig Ballform) zu schwache Kissen- und Stulpenbildung, fehlende Mittelzehenbefiederung, weiß in Ohrlappen.

Farbenschläge

Gelb, Schwarz, Weiß, Blau, Perlgrau, Rot, Schwarz-weißgescheckt, Gesperbert, Gelb-gesperbert, Perlgrau-gesperbert, Kennfarbig,  Goldhalsig, Blau-goldhalsig, Silberhalsig, Braun-gebändert, Silberfarbig-gebändert, Birkenfarbig, Weiß-schwarzcolumbia, Weiß-blaucolumbia, Gelb-schwarzcolumbia, Gelb-blaucolumbia, Gold-weizenfarbig, Silber-weizenfarbig, Gold-porzellanfarbig, Kennfarbig, Bobteilfarbig

Alle Farbenschläge auch in „Gelockt“ anerkannt

Gewicht: Hahn 850 g, Henne 750 g.

Bruteier-Mindestgewicht: 35 g.

Schalenfarbe der Eier: Braun.

Ringgrößen: Hahn 16 , Henne 15

Quelle: Rassegeflügel-Standard für Europa


Farbenschläge

Gelb, seit 1886

gleichmäßiges Goldgelb mit gelben Federkielen. Etwas Bronze im Schwanz des Hahnes gestattet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: schwarze Einlagerungen im Gefieder; Schilf.

 
   

Weiß, seit 1886

Reines Weiß, Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: starker, gelber Anflug (kein Mausergelb)

 
   

Schwarz, seit 1886

schwarzes Gefieder mit grünem Glanz. Untergefieder dunkel, Lauffarbe beim Hahn gelb, bei der Henne gelb mit grauem Anflug.

Grobe Fehler: Weiß im Gefieder; mattes oder violett glänzendes Gefieder.

 

Schwarz-weißgescheckt, seit 1966, Herauszüchter: Knour (Pöthig)

Hahn: schwarze, grün glänzende Grundfarbe. Federn der Brust, Kruppe und Schenkel mit rein weißen Federenden. Hals- und Sattelbehang sowie Flügeldecken mit feiner, weißer, v-förmiger Federspitzenzeichnung. Henne: auf schwarzem, grün glänzendem Grund eine möglichst gleichmäßig verteilte, zarte, rein weiße, v-förmige Zeichnung am Federende. Schwingen und Schwanzfedern bei beiden Geschlechtern möglichst mit weißen Federenden. Die schwarze Grundfarbe ist vorherrschend. Die weiße Zeichnung tritt im Alter stärker hervor. Ein bis zwei überwiegend weiße Handschwingen beim Hahn und vor allem bei Alttieren gestattet. Lauffarbe gelb, grauer Anflug gestattet.

Grobe Fehler: Überwiegen der weißen Zeichnungsfarbe; völlig weiße Federn im Gefieder; Säumung oder rote und gelbe Federn in den Behängen.

   
   

Blau, seit 1932, Herauszüchter: Karl Aul u.a. (Pöthig)

Bei Hahn und Henne ein gleichmäßiges, ungesäumtes Blau mit gut durchgefärbtem Schwanz. Beim Hahn Kopf, Hals- und Sattelbehang sowie Flügeldecken nahezu samtschwarz. Halsbehang der Henne dunkler im Blau abgesetzt. Lauffarbe gelb, dunkler Anflug gestattet.

Grobe Fehler: jegliches Weiß oder Rot; zu helle Behänge beim Hahn; starker Saum; deutliche Brauneinlagerungen

 

Perlgrau, seit 1962, Herauszüchter: Knour/ Lohmann

gleichmäßiges, möglichst helles Graublau des Ober- und Untergefieders und der Latschen bei beiden Geschlechtern. Feine, dunkelblaue Pfefferung in den Behängen ist vorerst nicht zu strafen. Lauffarbe bleigrau, ins Gelbliche gehend; gelbe Fußsohlen.

Grobe Fehler: stark haarige oder sehr schmale Federn in der Kruppe; fleckige Oberfarbe; starker gelblicher Anflug; dunkle Säumung in den Behängen; andersfarbige Federn.

 
   

Rot, seit 1986, Herauszüchter: Bastian

Hahn: gleichmäßiges, sattes, nicht zu dunkles, glänzendes Rot. Untergefieder möglichst rot. Schwingen rot, etwas schwarz auf Innenfahne gestattet. Schwanz rot oder schwärzlich  purpurfarbig. Geringe, angedeutete, schwarze Zeichnung im unteren Halsbehang gestattet. Henne: gleichmäßiges, sattes Rot, etwas heller als beim Hahn; sonst diesem gleich. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: stark fleckiges Gefieder; schwarz auf Mantel, Brust und Flügel; hell abgesetzte Halsfarbe; viel Ruß oder Weiß im Untergefieder; Schilf.

 

Gesperbert, seit 1886

Jede Feder im mehrfachen Wechsel von Schwarz mit Lichtblau leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile etwas breiter als die hellen. Infolge des lockeren Gefieders ist die Zeichnung nicht scharf, das Untergefieder nur schwach gezeichnet. Lauffarbe gelb, bei der Henne grauer Anflug gestattet.

Grobe Fehler: viel Rost; starkes Schilf in Schwingen oder Schwanz; silbrige Säumung im Halsbehang.

 
   

Gelbgesperbert, seit 1956, Herauszüchter: Woith/ Fr. Bauer

Beim Hahn auf gelben Grund ausgeprägte cremeweiße Sperbertung in gleichmäßigem Abstand. Bei der Henne sind die gelben Federfluren breiter, die flockige Sperberung ist matter. Untergefieder gelb bis weiß. Rötlich gesperberte Schultern beim Hahn sind gestattet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: graues Untergefieder; Kissenruß bei der Henne; andersfarbige Federn.

   

Perlgrau-gesperbert, seit 2002, Herauszüchter: Dietze/ Bastian

Jede Feder in mehrfachem Wechsel von Perlgrau und Grauweiß leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die perlgrauen Federteile etwas breiter. Untergefieder nur schwach gezeichnet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Gelber Anflug, Schilf; stark verwaschene Sperberung.

 

Kennfarbig, seit 2004, Herauszüchter: Puchert

Hahn: Brust , Bauch, Fußbefiederung, Handschwingen und Schwanz grau gesperbert. Halsbehang rötlich-gelb, Sattelbehang goldgelb, jeweils mit dunkelgrauen Schaftstrichen und weißer Sperberung. Rücken, Schultern und Flügeldecken satt orangerot mit angedeuteter Sperberung. Armschwingen innen grau, außen grau-weiß-gelb gewellt, bei geschlossenem Flügel ein dreifarbig gewelltes Flügeldreieck bildend. Henne: Auf rebhuhnfarbiger Grundfarbe matt schiefergrau gesperbert. Leichter Rost in den Flügeln gestattet. Halsbehang goldfarbig mit grauen Schaftstrichen und grauweißer Sperberung. Armschwingen in Anlehnung an das Mantelgefieder. Handschwingen grau gesperbert. Schwanz dunkel graubraun mit schwärzlicher Rieselung. Fußbefiederung in Anlehnung an das Körpergefieder. Bei beiden Geschlechtern ist die Sperberung wegen des weichen Gefieders nicht so scharf abgegrenzt und das Untergefieder nur schwach gesperbert. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Beim Hahn gelbe Einlagerungen in der Brust; fehlende Dreifarbigkeit in den Armschwingen. Bei der Henne Fehlen der rebhuhnfarbigen Grundfarbe mit Rieselung; viel zu helle oder lachsfarbige Brustfarbe. Bei Hahn und Henne fehlende oder stark ungleichmäßige Sperberung; Schilf.

   

Goldhalsig, seit 1886

Hahn: Kopf goldbraun, Hals- und Sattelbehang goldfarbig mit vollen, schwarzen Schaftstrichen, auch die Federkiele schwarz. Rücken und Schultern leuchtend kaminrot. Flügeldeckenfedern (Binden) grün glänzend schwarz. Armschwingen-Innenfahne schwarz. Außenfahne braun, das goldbraune Flügeldreieck bildend. Handschwingen schwarz mit braunem Außenrand. Kehle, Braust, Bauch, Schenkel, Fußbefiederung und Schwanz grün glänzend schwarz. Henne: Halsbehang wie beim Hahn. Gesamtes Körpergefieder graubraun mit feiner, schwarzer Rieselung, jedoch ohne Säumung und ohne Nervzeichnung. Fußbefiederung wie Körpergefieder. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: beim Hahn: Braun in den schwarzen Gefiederteilen; zu roter Hals- und Sattelbehang; durchstoßende oder durch braunen Federkiel unterbrochene Schaftstriche; Schilf im Schwanz; schwarzes Flügeldreieck. Bei der Henne: Bänderung oder stark rußiges Mantelgefieder; sehr helle oder lachsfarbige Brustfarbe; fehlende, unterbrochene oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang.

 

Blau-goldhalsig, seit 1996, Herauszüchter: Müller u.a.

Hahn: Kopf-, Hals- und Sattelbehang intensiv goldfarbig mit blauen Schaftstrichen; Gold am Kopf am dunkelsten. Rücken, Schultern und Flügeldecken leuchtend karminrot. Flügeldeckenfedern (Binden) blau. Handschwingen blaugrau mit hellbraunem Außenrand. Armschwingen innen blaugrau, außen hellbraun, ein rein braunes Flügeldreieck bildend. Brust, Bauch, Schenkel, Fußbefiederung und Schwanz blau. Henne: Kopf und Halsbehang goldfarbig mit vollen, blauen Schaftstrichen. Körpergefieder hellgoldbraun mit feiner blauer Rieselung, jedoch ohne Säumung und ohne Nervzeichnung. Fußbefiederung wie Körpergefieder. Lauffarbe: gelb.

Grobe Fehler: Beim Hahn: Gold oder Braun in den blauen Gefiederteilen; zu roter oder zu gelber Hals- und Sattelbehang; viel zu helles, ungleichmäßiges Blau; durchstoßende oder durch braunen Federkiel unterbrochene Schaftstriche; viel Blau im Flügeldreieck. Bei der Henne: Bänderung oder zu blaues Körpergefieder; sehr ungleichmäßige Zeichnung im Mantelgefieder zu helle odder lachsfarbige Brustfarbe; fehlende, unterbrochene oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang.

   

Braungebändert, seit 1948, Herauszüchter: Fetzer u.a.

Hahn: gleichmäßig satt goldbraun. Verdeckte schwarze Einlagerungen in Form und Art der Hennenzeichnung im Halsbehang. Wenige sichtbare schwarze Einlagerungen im Halsbehang, auf Flügeln und Schenkeln gestattet. Untergefieder am Grund der Feder satt braun, im übrigen Flaumgefieder grau. Der Kiel jeder Feder satt goldbraun. Henne: satt hellbraun von durchweg gleichmäßiger Tönung. Der Kiel jeder Feder goldbraun. Zeichnung hufeisenförmig; von außen nach innen breite, satt hellbraune und schmale, intensiv schwarze Bänder im Wechsel. Handschwingen braun mit schwarzer Einlagerung. Armschwingen hellbraun mit Zeichnung. Die großen Schwanzdeckfedern wie das Körpergefieder gezeichnet. Steuerfedern schwarz mit braunem Außenrand. Untergefieder graubraun. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Bei beiden Geschlechtern lehmige oder graubraune Grundfarbe; schwarzer Federkiel; Weiß in den Schwingen oder Schwanz. Bei der Henne verwaschene oder fehlende Zeichnung; starke Unausgeglichenheit im Gesamtfarbenbild.

 

Silberhalsig, seit 1971, Herauszüchter: Lorz/ Aschenbach

Hahn: Kopf silberweiß. Hals- und Sattelbehang silberweiß mit breiten, schwarzen Schaftstrichen. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiß. Handschwingen schwarz mit weißem Außenrand. Armschwingen-Innenfahne schwarz. Außenfahne weiß, das Flügeldreieck bildend. Flügeldeckenfedern (Binden) grün glänzend schwarz. Schwanz grün glänzend schwarz. Brust, Bauch, Schenkel und Aftergefieder rein schwarz. Fußbefiederung schwarz. Untergefieder dunkelgrau. Henne: Kopf silbergrau, Halsbehang silberweiß mit breiten, schwarzen Schaftstrichen. Körpergefieder mit silbergrauer Grundfarbe und feiner, dichter, schwarzer Rieselung möglichst ohne silbrigen Federrand und Nervzeichnung. Leicht aufgehellte Oberbrust vorerst gestattet. Fußbefiederung in Anlehnung an das Körpergefieder, Untergefieder grau. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Hahn: Gelber Anflug; Braun in Rücken, Schultern und Flügeldecken; Zeichnung in Brust und Schenkeln; helles Aftergefieder; durch weiße Federkiele unterbrochene, fehlende oder durchstoßende  Schaftstrichzeichnung; unreines Flügeldreieck; Schilf.

 

Silberfarbig-gebändert (Dunkel), seit 1967, Herauszüchter. Appel

Hahn: Kopf, Hals- und Sattelbehang silberweiß mit grün glänzenden, schwarzen Schaftstrichen, die im oberen Teil der Feder durch Weiß am Federkiel unterbrochen werden. Kehle, Brust, Bauch, Schenkel und Fußbefiederung schwarz mit weißer Säumung am Federende. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiß. Die Flügeldeckenfedern (Binden) schwarz, weißer Saum gestattet. Armschingen-Innenfahne schwarz; Außenfahne weiß, das Flügeldreieck bildend. Handschwingen schwarz,  weißer Federrand im Deckgefieder gestattet. Untergefieder grau. Henne: Kopf silberweiß bis silbergrau mit mehrfacher, schwarzer Zeichnung ähnlich der des Mantelgefieders und breitem weißem Schmucksaum. Mantelgefieder blaugrau bis stahlgrau mit mehrfacher, der Federform folgender, schwarzer Bänderung und dunklem Federkiel. Schenkelgefieder gezeichnet. Armschwingen-Innenfahne schwarz. Außenfahne mit gebänderter Zeichnungsanlage. Handschingen schwarz mit meliertem Außenrand. Schwanz schwarz, obere Steuerfedern möglichst mit angedeuteter Zeichnung. Fußbefiederung in der gleichen Farbe wie Mantelgefieder mit erkennbarer Zeichnungsanlage. Untergefieder grau.  Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Beim Hahn: Gelber Anflug; braum im Gefieder; nicht unterbrochene oder durchstoßende Schaftstriche in den Behängen; fehlende oder klatschige Säumung auf Brust; Bauch und Schenkel. Bei der Henne: Braune Farbtöne im gesamten Gefieder; einfache und nicht unterbrochene Halszeichnung; verschwommene oder moosige Zeichnung; Weißes Untergefieder und Schilf bei Hahn und Henne

 

Birkenfarbig, seit 1963, Herauszüchter: Knour

Hahn: Kopf, Hals-  und Sattelbehang silberweiß mit schwarzen Schaftstrichen. Flügeldecken und Rücken silberweiß. Brust schwarz mit schmaler Silbersäumung einschließlich Kropfpartie, bei Althähnen tiefergehend gestattet. Übriges Gefieder schwarz mit grünem Glanz. Henne: Kopf, Hals und Brust wie beim Hahn, übriges Gefieder schwarz mit grünem Glanz. Untergefieder bei Hahn und Henne schwarz bis grauschwarz. Lauffarbe grün-schwarz mit möglichst gelber Sohle.

Grobe Fehler: Fehlende oder zu klatzschige Säumung sowie weiße Federkiele auf der Brust; Säumung auf Schenkel und Bauch; Zeichnung im Mantelgefieder der Hennen; Schilf; stark durchstoßende Schaftstrichzeichnung im Halsbehang bei Hahn und Henne; etwas unreine Decken beim Hahn und etwas schwärzlicher Kopf und Nacken bei der Henne sind vorerst keine groben Fehler.

 

Weiß-schwarzcolumbia (Hell), seit 1968, Herauszüchter: Fetzer/ Albert/ Lorz

Hahn: Kopf weiß; Halsbehang bis auf das obere Drittel weiß; mit intensiven, schwarzen Schaftstrichen und scharfer silberweißer Säumung. Die Federn des Oberrückes haben unter dem Halsbehang eine gute, ausgeprägte, schwarze Tropfenzeichnung. Geringe Sattelzeichnung gestattet. Armschingen-Innenfarbe tiefschwarz. Außenfahne weiß, so dass der zusammengelegte Flügel weiß erscheint. Handschingen möglichst schwarz mit weißem Außenrand. Schwanz rein schwarz, die Deckfedern schwarz mit grünem Glanz, kleine Nebensicheln mit schwarfer weißer Säumung. Fußbefiederung weiß mit schwarzer Zeichnung. Das übrige Gefieder rein weiß. Untergefieder grau, nach dem Grund hin heller. Henne: Wie der Hahn, jedoch Zeichnung das Halsbehanges entsprechend der mehr gerundeten Feder etwas breiter. Rücken und Sattel rein weiß; Schwanzdeckfedern schwarz mi scharfer weißer Säumung. Fußbefiederung wie beim Hahn. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Starkes Gelb beim Hahn; gelber Anflug bei den Hennen; schwarze Federn im Rücken; zuviel Weiß im Schwanz bei jungen Hähnen; durchstoßende Zeichnung des Halsbehanges; zu wenig schwarzer Farbstoff in den Handschwingen.

 

Weiß-blaucolumbia, seit 1992, Herauszüchter: Aschenbach

Zeichnungsanlage und Grundfarbe wie beim Farbschlag Weiß-Schwazcolumbia, jedoch sattes Graublau statt Schwarz; beim Hahn meistens etwas dunkler als bei der Henne; Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: In der Zeichnungsanlage wie bei Weiß-Schwarzcolumbia. Starker gelber Anflug; Federm mit schwarzer Zeichnung und Grünlack.

 

Gelb-schwarzcolumbia, seit 1971, Herauszüchter: Doll / Aschenbach

Hahn und Henne: fast übereinstimmend gezeichnet, Kopf reingelb.  Halsbehang mit breiten, tief schwarzen Schaftstrichen und gelbem Saum.  Die Federn des Oberrückens zeigen schwarze Tropfenzeichnung. Sattel des  Hahnes mit angedeuteter Zeichnung. Sattel der Henne reingelb. Die  Oberfarbe der Henne entspricht der Brustfarbe des Hahnes. Schwanz  schwarz, kleine Sichelfedern des Hahnes und Schwanzdeckfedern der Henne  gelb gesäumt. In den Hauptsicheln des Hahnes und den großen  Schwanzdeckfedern der Henne gelbe Säumung gestattet. Handschwingen  überwiegend schwarz mit gelbem Außenrand. Armschwingen innen schwarz,  außen gelb, sodass der zusammengelegte Flügel gelb erscheint.  Fußbefiederung gelb mit schwarzer Zeichnung. Übriges Gefieder rein gelb. Untergefieder hellgrau. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Stark  rötliche Oberfarbe (leichter rötlicher Ton auf den Flügeldecken der  Hähne gestattet); jegliches Schwarz an nicht dafür vorgesehenen Stellen; Schilf.

 

Gelb-blaucolumbia, seit 1993, Herauszüchter: Aschenbach

Zeichnungsanlage und Grundfarbe wie beim Farbschlag Gelb-Schwarzcolumbia, jedoch sattes Graublau statt Schwarz, beim Hahn meistens etwas dunkler als bei der Henne. Etwas hellere Farbtöne im Gesamtbild gestattet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Fehler in der Grundfarbe und Zeichnungsanlage wie bei Gelb-Schwarzcolumbia. Federn mit schwarzer Zeichnung und Grünlack.

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Gold-weizenfarbig, seit 1969, Herauszüchter: Aschenbach

Hahn: Kopf-, Hals- und Sattelbehang braunrot mit goldfarbener Säumung ohne Schaftstriche. Schultern, Flügeldecken und Rücken hell rotbraun. Brust, Bauch und Schenkelkissen schwarz mit hellerem Untergefieder, etwas braune Zeichnung in der Brust gestattet. Armschwingen aussen goldbraun, das Flügeldreieck bildend, innen matt schwarz. Handschwingen matt schwarz mit braunem Außenrand. Flügelbinden schwarz mit grünem Glanz. Schwanz schwarz mit grünem Glanz, bei großen Deckfedern braune Umrandung gestattet. Henne: Kopf und Halsbehang goldbraun, wenig matt schwarze Zeichnung gestattet. Rücken- und Mantelgefieder weizenfarbig. Brust, Bauch- und Schenkelkissen hell weizenfarbig bis semmelfarbig. Weizenfarbige Schwanzdecke auf grauschwarzem, lederbraun schattierten Steuerfedern. Schwingen weizenfarbig, schwarz auf der Innenfahne der Armschwingen. Etwas dunklere oder hellere Tönung des Gesamtbildes gestattet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Viel Braun im Schwanz des Hahnes, Moos oder Pfeffer im Mantelgefieder der Henne; zu helle, weißliche oder zu dunkle, rötliche Mantelfarbe der Henne; Schilf.

 

Silber-weizenfarbig, seit 1992, Herauszüchter: Aschenbach

Hahn: Hals- und Sattelbehang strohgelb mit leichter, silbriger Säumung und bräunlicher Schaftstrichzeichnung im unteren Teil. Flügeldecken und Rücken statt orangerot bis braunrot. Binden schwarz mit grünem Glanz. Handschwingen matt schwarz mit weißlichem Außenrand; Armschwingenaußenfahne gelblichweiß, das Flügeldreieck bildend. Innenfahne matt schwarz, bräunlicher Überlauf zwischen Außen- und Innenfahne gestattet. Brust, Bauch und Schenkelkissen schwarz mit hellerem Untergefieder, etwas gelblichweiße oder bräunliche Zeichnung in der Brust gestattet. Schwanz schwarz mit grünem Glanz, bei großen Deckfedern silbrig braun durchsetzter Federnrand gestattet. Henne: Kopf semmelfarbig, Halsbehang matt goldbraun mit silbriger Säumung; wenig matt schwarze Zeichnung gestattet. Rücken- und Mantelgefieder hell weizenfarbig. Brust, Bauch und Schenkelkissen elfenbeinfarbig. Hell weizenfarbige Schwanzdecke auf grauschwarzen, bräunlich schattierten Steuerfedern. Schwingen hell weizenfarbig, schwarz auf der Innenfahne der Armschingen. Etwas dunklere oder hellere Tönung des Gesamtbildes gestattet. Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Beim Hahn zu dunkle, bräunliche Farbe auf Rücken und Decken; viel Silber im Schwanz; Moos oder Pfefferung im Mantelgefieder der Henne sowie zu weißliche Mantelfarbe; fehlender Silbersaum im Halsbehang.

 

Goldporzellanfarbig, seit 1997, Herauszüchter: Sicking/ Pöthig

Hahn: Kopf hell goldbraun, Hals- und Sattelbehang goldbraun mit geringer schwarzer Schaftstrichzeichnung, an den Federenden mit kleinen schwarzen Tupfen mit angedeuteter weißer Perlzeichnung. Flügeldecken rotbraun; geringe Zeichnung vorerst gestattet. Die großen Flügeldeckfedern (Binden) goldbraun mit schwarzen Tupfen und weißen Perlen an den Enden. Armschwingen außen goldbraun, das Flügeldreieck bildend, innen schwarz. Handschwingen schwarz mit braunen Außenrand. Arm- und Handschwingen am Ende mit mehr oder weniger ausgeprägten weißen Endtupfen. Brust, Bauch- und Schenkelgefieder hell goldbraun mit schwarzen Tupfen und angedeuteten weißen Perlen am Federende. Schwanz schwarz mit Grünglanz und angedeuteten weißen Federenden. Fußbefiederung in Anlehnung an Brust- und Bauchgefieder. Lauf- und Schnabelfarbe gelb. Augenfarbe orangerot. Henne: Im gesamten Farb- und Zeichnungsbild der Brust des Hahnes entsprechend. Etwas hellerer Grundfarbton auf Brust und Bauch gestattet. Halsbehang leuchtend goldbraun mit schwarzen Schaftstrichen, an den Federenden mit kleinen schwarzen Tupfen und angedeuteter weißer Perlzeichnung. Flügeldeckfedern (Binden), Schwingen und Fußbefiederung wie beim Hahn. Steuerfedern schwarz mit angedeuteten weißen Federenden. Lauf- Schnabel- und Augenfarbe wie beim Hahn.

Bedingt durch die weiche Federstruktur sind die Zeichungsfarben nicht überall scharf abgegrenzt. Während bei Junghähnen und -hennen die weiße Perlzeichnung nur angedeutet ist, wird sie bei Alttieren größer und gleichmäßiger ausgebildet, so dass insbesondere die Binden deutlicher erscheinen.

Grobe Fehler: Zu lehmige, zu rötliche oder stark ungleichmäßige Grundfarbe; mit viel Moos durchsetzte Grundfarbe; sehr unreine, viel zu grobe oder fehlende Zeichnung; fehlende oder sehr ungleichmäßige Bindenzeichnung; überwiegend weiße Hand- oder mit viel Weiß durchsetzte Armschwingen und Fußbefiederung; viel zu helles Untergefieder.

 

Bobtailfarbig,

Hahn: Kopf cremeweiß, Hals- und Sattelbehang gräulich cremefarbig mit angedeuteten bräunlichen Schaftstrichen und hellen Federkielen. Schultern und Flügeldecken cremefarbig mit angedeuteter, der Federform folgender, bräunlicher Zeichnung, hellem Federinnenfeld und Federrand. Brust, Bauch und Fußbefiederung sowie Schwingen cremefarbig. Henne: Kopf und Halsbehang weiß. Brust hell gräulich beige, Mantelgefieder grau, Federkiele etwas heller gestattet. Bauch und Flanken im grau etwas heller. Armschwingen in Anlehnung an das Mantelgefieder. Handschwingen und Fußbefiederung im Ganzen heller. Augenfarbe orange, Lauffarbe gelb.

Grobe Fehler: Beim Hahn zu weißer Halsbehang; zu dunkles Schmuckgefieder; viel bräunliche Einlagerung im Rücken. Bei der Henne stark ungleichmäßige Mantelfarbe; zu dunkler Halsbehang; zu graue Brustfarbe.

   
   

Bilder wurden uns freundlicherweise von Holger Schellschmidt und Ottmar Scholz zur Verfügung gestellt.


Historie

Die Zwerghuhnzüchter schenkten ihre besondere Aufmerksamkeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts dem riesigen Land China und dessen Hauptstadt Peking, denn ihre Phantasie wurde durch ein kleines, gelbes, mit Federfüßen versehenes Hühnchen beflügelt.

Die Zwerg-Cochin, soviel ist uns heute deutlich bewußt, düften wohl die älteste aller Zwerghuhnrassen aus dem asiatischen Raum sein und wohl das gleiche Alter haben wie die Chabos aus Japan. Heute ist es eine unumstößliche  Tatsache, dass die Zwerg-Cochin zu den ureigensten Zwerghuhnrassen gehören, was bedeutet, dass diese Rasse nicht aus der Großrasse herausgezüchtet wurde. Für diese Rasse gibt es kein Gegenstück.

Im Januar 1885 kam ein Dutzend gute, gelbe Peking-Bantam aus Ostindien in Londan an. Die Herren Entwisle und Walton verteilten sie unter sich. Das ist eigentlich alles, was wir über die ersten Anfänge der Zwerg-Cochin in England wissen.

Ein mutiger Züchter, der auch die finanzielle Basis hatte, brachte im Jahr 1886 die ersten Zwerg-Cochin nach Deutschland. Es war der Hofdruckereibesitzer Max Richard Liepsch aus Dresden, der für 1,1 gelbe Tierchen aus England die für damalige Zeit ungewöhnlich hohe Summe von 1200 Mark zahlte.

Mann muss noch wissen, dass es keine Tiere aus Originalimporten aus China waren, sondern dass sie aus Kreuzungen hervorgingen. Es waren also Bastarde und keine Reinzucht. Diese Tiere zeigte Max Liepsch bei einer Leipziger Schau als gelbe Zwerg-Cochin aus englischer Zucht. Dann kam das große Unglück, denn schon nach kurzer Zeit ging von dem teuer erworbenen Zwerghuhnpärchen das Hähnchen ein. Dies berichtete uns zu einem späteren Zeitpunkt der Direktor Alfred Beeck von der Lehr- und Versuchsanstalt in Halle-Cröllwitz. Er war es auch, der Max Liepsch aus seiner großen Not half, denn er hatte aus England von einer Züchterin einen Satz Bruteier für 52 Mark gekauft und zog daraus fünf muntere Zwerg-Cochin. Diese Küken verkaufte er Max Liepsch, so dass dieser seine erste Zwerg-Cochin-Zucht in Deutschland planmäßig beginnen konnte.

Die Zucht der Zwerg-Cochin wurde in Deutschland mit großer Begeisterung aufgenommen, die es auch bald mit der englischen Zucht aufnehmen und mit ihr wetteifern konnte. Es folgten auch bald weitere Farbenschläge.

In Deutschland wurden die Zwerg-Cochin erstmals von Heinrich Marten in einer Rassebeschreibung  erwähnt. Dort lesen wir, dass die Bezeichnung "Zwerg-Cochin" in Deutschland jetzt allgemein gebräulich und ohne Zweifel auch richtig sei. Marten stellte weiter fest, dass die Zwerg-Cochin jetzt in sämtlichen Farben den großen Cochin in der Qualität kaum nachstehen würden.

In Dunkel gehüllt bleibt auch die bis heute ungeklärte Enstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Peking-Bantam, einer Zwerghuhnrasse, die der westlichen Welt bis 1860 unbekannt war. Zwerg-Cochin oder Peking-Bantam, wie sie anfängliche genannt wurden, gab es nach unseren Feststellungen nur in den kaiserlichen Gärten, den Sommerpalästen in Peking. Als Lieblingshühner des Kaisers genossen sie den Vorzug, in aller Freiheit in den ausgedehnten Sommergärten liebevoll betreut und gepflegt zu werden.

In allen Berichten über das erstmalige Auffinden dieser Zwerghühner lesen wir in einer gewissen Übereinstimmung, dass es englische und französische Truppen waren, die im Jahr 1860 bei der Zerstörung des Sommerpalastes des Kaisers erstmals auf diese zutraulichen Zwerghühnchen trafen. Als dann Kriegsbeute gesammelt wurde, um diese nach England zu senden, wurde für die Königin von England ein Pärchen Zwerghühner als Requisitionsgut beigefügt.

Die Tierchen erregten besonders Aufsehen, weil sie hinsichtlich der Form und dem gesamten Gehabe ganz anders waren, als die bisher bekannten kleinen Hühnerrassen. Die Engländer waren berauscht von der gelben Gefiederfarbe. In England wurde mit den requirierten Tieren zunächst einmal gezüchtet und die Nachzucht im Jahr 1863 in London erstmals ausgestellt. So wurde die Kriegsbeute aus Peking zum Urstamm aller Zwerg-Cochin. Leider wurden die Hühnchen und die nachfolgenden Generationen zu lange ingezüchtet, was sich dann auch nachteilig bemerkbar machte.

Zwei Züchter der Peking-Bantam griffen daher zur Selbsthilfe und kreuzten in ihr vorhandenes Tiermaterial eine lederfarbige Zwerghenne ein, deren Rassezugehörigkeit als Nanking-Bantam bezeichnet wurde. Durch diese Einkreuzung wurde die schwache Konstitution der Tiere zwar verbessert, aber wertvolle Rassemerkmale gingen dabei verloren.

Die Ähnlichkeit zwischen den Peking-Bantam und den großen Cochin in Farbe, Form und Befiederung sei bei ihrem ersten Auftreten so groß gewesen, dass man es allgemein als selbstverständlich annahm, dass die Peking-Bantam aus den großen Cochin durch Inzucht und knappe Fütterung herausgezüchtet wurden. Doch dies traf für die Peking-Bantam keineswegs zu. Bei den Peking-Bantam handelte es sich um eine neue, bisher in Europa unbekannte Zwerghuhnrasse. Die Auffassung vieler Geflügelexperten, dass es sich bei den Peking-Bantam um eine Verzwergung der Großrasse handle, hielt sehr lange an.

Auszüge von Bild- und Textmaterial entnommen aus: Zwerg-Cochin von Paul Doll, erschienen im Verlagshaus Reutlingen, Oertel+Spörer.

Das Buch ist über den ISV zu beziehen, mehr dazu auf der Seite "Zwerg-Cochin".


Zwerg-Cochin 1&1

In dieser für unsere Zwerg-Cochin erstellten Proschüre können Sie alles über die Zucht und Haltung unserer Federbälle nachlesen.

tl_files/schreiber/images/client/pdf/acrobat_reader_50x50[1].gif Zwerg-Cochin 1&1